Expose

Der Autor erzählt in diesem fiktiven Roman die Geschichte des IT- Mitarbeiters Norbert, der bei der Stadt Köln in der Datenverarbeitung beschäftigt war. Er gibt einen Einblick in das Leben und Treiben des deutschen Beamtenadels- wobei es sich seit der Jahrtausendwende zunehmend um Korruption und verschiedene Formen der Begünstigung handelt, wie z.B. den „Beförderungsblowjob“ . Wahre Schönheit ist ein universelles Zahlungsmittel und setzt sich auch in vermeintlich langweiligen Behörden durch. Der Autor hat keine Berührungsängste mit den teilweise grotesken pornografischen Details dieser Ereignisse.

Was für den Normalbürger unvorstellbar ist, wird hier zum Alltagsgeschehen.
Kontrollinstanzen werden ausgehebelt, Zeugen werden in großem Maßstab umbesetzt oder rausgemobbt. Gammelbaustellen, für die es in der IT noch keinen Namen gibt, die aber natürlich vorhanden sind, werden massenhaft eröffnet.

Norbert ist gleichzeitig Bordellgänger am Eigelstein- auch hier herrscht das Gesetz der Schönheit- auch wenn hier die Huren wesentlich schlechter bezahlt werden und einen längeren Arbeitstag haben als die „Stellenplanhuren“.
Dass hier Frauen den BlowJob geben, hat etwas mit den derzeitigen Machtstrukturen zu tun. Wenn es mehr Frauen in Führungsetagen gibt, wird diese Aufgabe auf junge Männer, die befördert werden wollen, übergehen.

Korruption geht einher mit Mobbing – es sind ja56 nicht alle korrupt und müssen zum Schweigen gebracht werden.

Privat pflegte er eine lange Freundschaft mit einem notorischen Alkoholiker, dessen Realitätsverleugnung der institutionellen Problemverleugnung in der Gesellschaft ebenbürtig ist.

Der Roman gipfelt in den politischen Wirren des Jahres 2015/16. Lebendige Erfahrungen werden hier nicht durch ,Political Correctness´ zugekleistert.